Das Motto der re:publica 26

11.11.2025 - #NeverGonnaGiveYouUp
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Never Gonna Give You Up

Die Zeiten sind krass. Egal, wen man trifft – nach vier Minuten Smalltalk ist man bei Krieg, Antisemitismus, AfD, Hass im Netz, Trump, beim Klimawandel oder einem Rassismus, für den so manch ein Gegenüber inzwischen „irgendwie ja auch ein bisschen Verständnis” hat.

In Zeiten, in denen Algorithmen Meinungen formen, Plattformen Politik machen, Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist und Künstliche Intelligenz unsere Wirklichkeit zunehmend mitgestaltet, braucht es einen Gegenentwurf: einen Appell, an der Idee der Solidargemeinschaft festzuhalten, sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen.

Denn genau diese Spaltung bedroht unsere Demokratie – und die geben wir ebenso wenig auf wie die Pressefreiheit und alle anderen Freiheiten, die ein Rechtsstaat garantiert. Nicht die Idee des offenen Netzes. Nicht die Hoffnung auf digitale Gerechtigkeit. Nicht die Vision, dass Technologie allen gehört – und nicht nur den Mächtigen. Und dass wir sie nach unseren Vorstellungen gestalten können.

„Never gonna give you up” ist nicht nur das Motto der re:publica 26 - wir verstehen es auch als Haltung: als Kampfansage für Morgen und als Erinnerung an Gestern. An die Anfänge des Web 2.0 und daran, dass wir einmal Spaß hatten an diesem Internet, in dem wir unterschiedlicher Meinung sein konnten und uns trotzdem respektiert haben.

„Never gonna give you up“ ist mehr als ein nostalgischer Ohrwurm oder ein lustiges Meme. Es ist eine Erinnerung daran, warum es sich lohnt sich einzusetzen – für Vielfalt, Teilhabe und Menschlichkeit.

Never gonna let you down…

Die re:publica 2026 lädt dazu ein, (einander) nicht aufzugeben, das Netz zurückzuerobern und unsere Zukunft zu gestalten. Mit Mut, Hoffnung, Spaß und der klaren Botschaft: Wir halten zusammen!