Als Hitler Kommunist wurde – Wie digitale Geschichtsverdrehungen zur neuen Wirklichkeit werden

Leonie Heims, Jakob Schergaut, Jan Lormis

Zusammenfassung
Ist Geschichte wirklich unveränderlich?! Expert*innen aus Gedenkstättenarbeit, Forschung und Aufklärung diskutieren über Mythen, Wahrnehmung und Verantwortung – und darüber, wie wir Geschichtsrevisionismus generationsübergreifend begegnen können.
Debatte
Deutsch
Conference

Was nicht passt, wird passend gemacht – und Hitler kurzum zum Kommunisten, die Mondlandung unmöglich und das Deutsche Reich endlos. Geschichtsrevisionismus tritt in vielen Formen auf. So werden „Beweise“ konstruiert, die NS-Verbrechen leugnen, Antisemitismus zum TikTok-Trend und Geschichte neu geschrieben. Trotz unterschiedlicher Mediennutzung und Weltanschauungen erreichen Mythen und Geschichtsverdrehungen alle Altersgruppen und stellen eine ernsthafte Bedrohung für unsere Gesellschaft dar.

In unserem Talk bringen wir verschiedene Perspektiven zusammen: das Forschungsprojekt „Geschichte statt Mythen“ (Jakob Schergaut), die satirische Aufklärungsinitiative „Der Fabulant – Verschwörungsmythen auf dem Prüfstand“ (modus|zad) und Insights aus der praktischen KZ-Gedenkstättenarbeit. 
Wo kommen diese Erzählungen her? Warum tauchen sie in Wellen immer wieder auf und was macht sie so emotional und kraftvoll? Welche Auswirkungen haben digitale Geschichtstrends auf die Bildungs- und Gedenkstättenarbeit? Und wie können die verschiedenen Generationen voneinander lernen, um gemeinsam Geschichtsrevisionismus zu begegnen?

wissenschaftliche Mitarbeiterin
Projektverantwortlicher
Mitarbeiter Bildungsabteilung