Tod des Multilateralismus? Die digitale Weltordnung zwischen Kollaps und Aufbruch

Joris Kanowski , Marielle-Sophie Düh , Cornelia Evers , Kalojan Hoffmeister , Emma Laumann

19.05.2026 12:30–13:30
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Politik & Gesellschaft
#Digitalpolitik #Zivilgesellschaft #Geopolitik #Demokratie
Geopolitische Spannungen nehmen zu, Multilateralismus und der Multi-Stakeholder-Ansatz stehen unter Druck. Wie wirkt sich das auf Internet- und KI-Governance in der internationalen Digitalpolitik aus? Sind bestehende Modelle am Ende, oder gilt jetzt erst recht, sie neu zu denken und zu verteidigen?

Die Welt zerfällt in digitale Einflusssphären: Internationales Recht erodiert, Großmächte bauen eigene Tech-Stacks, „Souveränität“ wird zum Leitmotiv. Multilateralismus und der Multi-Stakeholder-Ansatz stehen unter Druck. Doch was bedeutet das für internationale digitalpolitische Prozesse? Wie verändern sich Internet- und KI-Governance in globalen Foren, wenn sich zB. die USA aus Ethik- und Safety-Debatten zurückziehen oder Prozesse aktiv blockieren? Welche Allianzen verlieren an Bedeutung, wo entstehen neue?

Wir analysieren, wie sich das Verhalten zentraler Akteure in internationalen Arenen verändert und was das für Europa und Deutschland bedeutet. Aus eigener Erfahrung geben wir Einblicke in zentrale Foren der internationalen Digitalpolitik (u. a. UN-Prozesse, India AI Impact Summit, EuroDIG, CSTD, Internet Governance Forum).

Wir wollen diskutieren: Ist der Multilateralismus am Ende oder brauchen wir ihn jetzt mehr denn je?

Dieser Programmpunkt wird durch die Stiftung Mercator unterstützt. / This programme session is supported by Stiftung Mercator.