Wenn Fakes egal werden: Vertrauen als letzte Währung der Öffentlichkeit
KI-generierte Bilder und Videos sind inzwischen alltäglich. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger in ihrer Existenz als im Umgang etablierter Medien mit ihnen. Nicht die Produktion der Inhalte ist das Problem, sondern ihre Einordnung.
Anhand aktueller Beispiele aus klassischen Medienformaten, unter anderem aus Talksendungen wie Maischberger, zeigt der Vortrag, wie KI-Inhalte durch redaktionelle Auswahl, Kontext und Präsentation Bedeutung und Glaubwürdigkeit erhalten, selbst wenn sie faktisch offensichtlich nicht real sind. Entscheidend ist dabei nicht, was gezeigt wird, sondern warum es gezeigt wird und was stattdessen unsichtbar hängen bleibt.
Der Vortrag argumentiert, dass sich mediale Verantwortung im Zeitalter von KI neu definieren muss. Wenn Redaktionen KI-Bilder zur Illustration nutzen, ohne sie einzuordnen, tragen sie zur Verschiebung von Wirklichkeit bei. Die Frage ist nicht, ob KI Realität fälscht, sondern ob Medien ihr dabei helfen.
Der Vortrag ist als analytischer Impuls angelegt und lädt die Community ein, diese Verschiebung gemeinsam zu reflektieren.